Wenn ich eine renditestarke Wohnung für Kurzzeitvermietung finden möchte — und das möglichst schnell und ohne böse Überraschungen bei Sanierungskosten — arbeite ich nach einem festen Plan. Kurzfristige Vermietungen bieten attraktive Renditen, aber das Risiko versteckter Mängel kann die Rechnung schnell kaputtmachen. Ich teile hier meine erprobten Schritte, Checklisten und Praxis-Tipps, damit Sie zielgerichtet suchen, clever prüfen und sicher investieren können.
Vorab: klare Kriterien setzen
Bevor ich überhaupt Immobilienanzeigen scanne, definiere ich meine Anforderungen exakt. Das spart Zeit und schützt vor Fehlkäufen. Typische Kriterien sind:
Ich notiere diese Punkte in einer kurzen Excel- oder Google-Sheet-Vorlage, damit jede potentielle Immobilie anhand derselben Kennzahlen bewertet wird.
Wo ich schnell passende Angebote finde
Ich kombiniere mehrere Kanäle — so entgeht mir kaum ein interessantes Objekt:
Wichtig: Bei Filtern gezielt nach "vermietung", "rendite", "gewerbliche Nutzung" suchen — das spart Zeit.
Erste Prüfung online: rote Fahnen erkennen
Beim ersten Durchsehen achte ich auf Hinweise, die auf versteckte Kosten hindeuten:
Vor-Ort-Check: die wichtigsten Punkte
Vor Ort nehme ich immer eine kurze Checkliste mit — idealerweise auf dem Smartphone. Wenn die Anzeige passt, mache ich einen Besichtigungstermin und prüfe diese Punkte:
Ich mache zahlreiche Fotos und kurze Videos, auch von Keller, Dachboden und Hausanschlüssen, wenn zugänglich. Diese Medien helfen später bei der Kostenschätzung.
Technische Due Diligence: worauf ich am meisten achte
Um versteckte Sanierungskosten zu vermeiden, lasse ich bei ernsthaften Kandidaten technische Dokumente prüfen oder hole kurzfristig einen Gutachter/Elektriker/Installateur zur Besichtigung:
Für kurze Investments kalkuliere ich eher konservativ: Ich plane einen Sanierungspuffer von mindestens 10–20% auf meine Kostenschätzung — bei älteren Objekten lieber 30%.
Finanzierungs- und Renditekalkulation
Eine Renditeberechnung muss realistisch sein. Ich rechne mit konservativen Belegungsraten und Plattformgebühren:
| Posten | Beispiel/Annahme |
| Kaufpreis | 150.000 € |
| Renovierung | 15.000 € |
| Anschaffung Möblierung & Ausstattung | 5.000 € |
| Jährliche Betriebs-/Instandhaltungskosten | 2.000 € |
| Durchschnittlicher Netto-Mietpreis pro Nacht | 80 € |
| Auslastung (konservativ) | 60% (219 Nächte) |
| Jahresbruttomiete | 17.520 € |
| Plattform- & Servicegebühren | 20% (3.504 €) |
| Netto vor Finanzierung | 11.016 € |
Die Nettorendite berechne ich dann nach Finanzierungskosten: Zinssatz, Tilgung und Sondertilgungsmöglichkeiten berücksichtigen. Nur wenn die Rendite nach Fremdkapitalkosten positiv ist und ein Sicherheits-Puffer bleibt, nehme ich das Objekt ernst.
Rechtliche Rahmenbedingungen & Steuern
Kurzzeitvermietung ist nicht überall problemlos: Gemeinden haben unterschiedliche Regeln, Vermietungsverbote oder Zweckentfremdungsverbote. Ich prüfe:
Betrieb & Management: wie ich versteckte Kosten vermeide
Viele Investoren unterschätzen Betriebskosten: Reinigung, Wäschewechsel, Schlüsselübergabe, Plattform-Kommunikation. Ich plane dafür:
Verhandeln und Zuschlag
Wenn alle Prüfungen positiv sind, verhandle ich mit klaren Argumenten: Nachweis von Reparaturbedarf, Vergleichspreise, Marktdaten. Ich mache Angebote mit Vorbehalt technischer Prüfung (falls möglich) und setze Fristen. Ein schneller Zahltag verbunden mit Bankfinanzierungsnachweis kann den Zuschlag bringen — aber nur, wenn meine Due-Diligence stimmt.
Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen meine Excel-Vorlage zur Renditeberechnung und eine vorgefertigte Besichtigungs-Checkliste zuschicken — damit Ihre nächste Suche genauso systematisch und sicher läuft wie meine.