Als Betreiberin von Ambidomus berichte ich oft aus der Praxis — heute aus meiner eigenen Erfahrung: Wie kombiniere ich sinnvoll ein Heizungsupgrade mit Photovoltaik und einer Tesla Powerwall, und welche Förderkombi lohnt sich wirklich? Ich erkläre, wie ich vorgegangen bin, welche technischen Entscheidungen wichtig sind und worauf Sie achten sollten, damit die Anlage nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich Sinn ergibt.
Warum die Kombination Sinn macht
Für mich war klar: Eine neue Heizung allein reduziert zwar fossile Verbrauchswerte, aber erst die Kombination mit selbst erzeugtem Solarstrom maximiert die CO2-Ersparnis und den wirtschaftlichen Nutzen. Photovoltaik senkt den Strombezug aus dem Netz, eine Batterie wie die Tesla Powerwall erhöht den Eigenverbrauch und ermöglicht, den Heizstrom (z. B. für Wärmepumpe oder Hybridlösung) größtenteils selbst zu erzeugen.
Grober Planungsansatz — meine Reihenfolge
Ich empfehle diese Reihenfolge, weil sie technische Abhängigkeiten und Förderlogik berücksichtigt:
Welche Heizung passt zu PV + Batterie?
In meinem Haus habe ich eine Luft-Wasser-Wärmepumpe gewählt, weil sie gut mit PV kombinierbar ist. Alternativen sind:
Wichtig: Die Steuerung der Wärmepumpe sollte PV-gesteuertes Laden unterstützen oder an ein intelligentes Energiemanagement (EMS) angebunden werden.
PV-Size & Batteriespeicher – wie habe ich gerechnet?
Bei der Dimensionierung habe ich folgende Faustregeln verwendet:
Ich habe Simulationen mit meinem Jahresverbrauch (Strom + Wärmepumpe) im Blick gemacht: Wärmepumpen erhöhen den Stromverbrauch, daher ist es sinnvoll, PV deutlich größer zu planen als für reinen Haushaltsstrom.
AC-gekoppelt vs. DC-gekoppelt — was ist mit der Powerwall wichtig?
Die Tesla Powerwall ist ein AC-gekoppelter Speicher mit integriertem Wechselrichter-Modul. Das bedeutet praktisch:
Für mich war die Nachrüstbarkeit ausschlaggebend: Ich konnte zuerst PV bauen und später die Powerwall ergänzen, ohne den PV-Wechselrichter austauschen zu müssen.
Technische Schnittstellen und Energiemanagement
Wichtig ist ein intelligentes Lastmanagement:
Förderungen — welche Kombination lohnt sich wirklich?
Förderlandschaft ändert sich regelmäßig; ich halte mich an zwei Prinzipien: Erst informieren, dann beantragen; und prüfen, ob Förderungen kombiniert werden dürfen. Typische Fördergeber in Deutschland sind:
| Fördertopf | Wofür | Hinweis |
| KfW | Energieeffizientes Bauen, teilweise Speicher + PV (je nach Programm) | Programme wechseln; Antragsbedingungen prüfen |
| BAFA | Heizungsförderung (erneuerbare Energien), ggf. Zuschüsse für Wärmepumpen | Vor Maßnahme Antrag stellen |
| Landes-/Kommunalprogramme | Zuschüsse für PV, Speicher, Ladeinfrastruktur | Lokale Förderdatenbanken prüfen |
| Steuerliche Förderung | Abschreibungen, Steuererstattungen bei Sanierung | Steuerberater konsultieren |
In meinem Fall habe ich BAFA-Zuschüsse für die Wärmepumpe beantragt und gleichzeitig eine KfW-Förderung für energetische Sanierung überprüft. Häufig lohnt sich die Kombination BAFA (für die Wärmepumpe) plus lokale Zuschüsse für Speicher und PV. Wichtig: Einige Programme verlangen die Antragstellung vor Beginn der Maßnahme.
Praktische Tipps zur Beantragung
Mythen und Stolperfallen
Einige Irrtümer begegnen mir immer wieder:
Beispielrechnung (vereinfacht) aus meiner Praxis
Zur Veranschaulichung: Bei einem Haushalt mit Jahresstromverbrauch 6.000 kWh inklusive Wärmepumpe und einer 10 kWp-PV + 13,5 kWh Powerwall ergab meine Simulation eine Autarkie von ca. 60% — abhängig vom Verbrauchsverhalten. Die Amortisationszeit hing stark von Förderungen und Einspeisevergütungen ab; mit Zuschüssen reduziert sich die Amortisation deutlich.
Checkliste vor Auftragsvergabe
Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen gern meine Checkliste als PDF vorbereiten oder bei der Durchsicht Ihrer Angebote helfen. Auf Ambidomus finden Sie außerdem Praxisberichte und Anbieter-Checks — schauen Sie gern auf https://www.ambidomus.de vorbei, dort teile ich regelmäßig Updates zur Förderungslage und konkrete Produktvergleiche.